Eine Tricepssehnenruptur ist der Abriss der Tricepssehne am Ellenhaken, welche oft durch exzentrische Streckbelastung oder eine Sturz entsteht. Sie kommt eher bei Männern im mittleren Alter vor.
Die Behandlung ist in der Regel immer eine operative Refixation, damit die kraftvolle Streckfähigkeit des Ellenbogens wieder hergestellt werden kann. Heutzutage werden Fadenanker oder transossärer Nähte über Bohrkanäle verwendet. Der Eingriff sollte frühzeitig nach dem Unfall erfolgen, damit es zu keiner Verkürzung der Sehne und dadurch erschwerten operativen Bedingungen kommt. Eine konservative Therapie ist ungeeignet, da keine spontane Heilung erfolgt, und das Sehnenende nicht am Knochen anwachsen kann.
Als erfahrene Handchirurgen sind wir darauf spezialisiert, das Ausmaß dieser Verletzung präzise zu diagnostizieren und individuell zu behandeln. Unser Ziel ist es, Ihre Armstreckkraft schnell und nachhaltig wiederherzustellen.

Tricepssehnenruptur Symptome, Ursachen, Behandlung
Symptome
Schmerzen, Schwellung am streckseitigen Ellbogen, Höhertreten des Triceps Muskelbauches, Bewegungseinschränkungen, Schmerzen und Kraftverlust beim Strecken im Ellbogengelenk, Hämatom. Oft tastbare Delle.
Ursachen
Sturz auf den ausgestreckten Arm, plötzlich starke Krafteinwirkung bei gebeugten Ellbogen, direktes Anpralltrauma. Bankdrücken, Liegestützen. Bodybuilding,
Behandlung
Operativ bei kompletten Rupturen. Die häufigste Behandlung ist die operative Refixation mittels Ankern oder Fäden an der Ursprungsposition der Sehne am Knochen. Bei geringen funktionellen Anspruch, älteren Patienten und erhöhtem OP Risiko durch Vorerkrankungen kann jedoch eine konservative Behandlung ebenso in Betracht gezogen werden.
Kurzinfos zum Eingriff
| Dauer | ca. 60 Minuten |
| Narkose | Allgemeinnarkose |
| Erholungszeit | 6-8 Wochen |
Häufige Fragen
Vor dem Eingriff
Wann rät der Arzt zu diesem Eingriff?
Bei dieser Verletzung empfehlen wir in nahezu allen Fällen eine Operation.
Welche Alternativen gibt es zu dieser Operation?
Keine effektive Alternative, da die konservative Therapie zu bleibender Schwäche führt.
Wie bereite ich mich optimal auf den Eingriff vor?
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die Verletzung, mögliche Vorerkrankungen, Allergien und Medikamente. Zudem sollten Sie sich über den Ablauf des Eingriffs informieren und jemanden für den Transport nach Hause organisieren.
Muss ich vor der Operation Medikamente absetzen?
Blutverdünner (außer beispielsweise Thrombo-Ass) oder anderweitige Medikamente (wie beispielsweise gewisse Rheumamedikamente) müssen häufig vor einer Operation pausiert werden.
Darf ich vor dem Eingriff essen oder trinken?
In der Regel wird der Eingriff in Vollnarkose oder regionaler Betäubung durchgeführt. In beiden Fällen sollten Sie sechs Stunden vorher nichts essen und zwei Stunden vorher nichts trinken.
Welche Untersuchungen sind vorab notwendig?
Es erfolgt eine klinische Untersuchung sowie eine Röntgen- und Ultraschalluntersuchung, wie auch oftmals eine MRT-Abklärung, um die Diagnose zu sichern und den Eingriff zu planen.
Während des Eingriffs
Was geschieht bei diesem Eingriff genau?
Die gerissene Sehne wird präpariert und dargestellt. Hiernach werden Bohrungen im Knochen durchgeführt und die Sehne wird mittels Fäden an den Knochen festgenäht. In einigen Fällen können spezielle Fadenanker in den Knochen eingebracht werden, mit welcher die Sehne fixiert wird.
Wie lange dauert der Eingriff?
Ca. 60 Minuten.
Welche Betäubungsmethode wird in der Regel angewandt?
Je nach Patientenwunsch kann der Eingriff unter Regionalanästhesie, bei dem nur der ganze Arm schläft, oder Vollnarkose, bei der man ganz schläft, durchgeführt werden.
Wird der Eingriff stationär oder ambulant durchgeführt?
Nach der Operation können Sie in der Regel am gleichen Tag nach einer kurzen Beobachtungszeit wieder nach Hause gehen.
Nach dem Eingriff
Wie lange dauert die Genesung?
Die Heilung dauert etwa 3 Monate. Die ersten 6 Wochen darf der Muskel bzw. die Sehne nicht belastet werden, zudem wird teilweise eine Bewegungslimitierung verordnet. Die Sehne braucht nämlich 6 Wochen, um stabil an den Knochen anzuwachsen. Nach 6 Wochen kann man langsam mit dem Kraftaufbau anfangen. Eine gröbere Belastung ist erst nach 3 Monaten erlaubt, da es andernfalls zu einem erneuten Ausriss der Sehne kommen kann.
Was muss ich in der ersten Woche nach der Operation beachten?
Die Wunde muss trocken und sauber gehalten werden, um das Risiko einer Infektion zu minimieren. Zudem sollte der Arm samt Ellenbogenorthese in einer Schlinge gelagert und entlastet werden.
Wann kann ich meinen Alltag wieder aufnehmen?
Leichte Tätigkeiten sind nach etwa 6 Wochen möglich. Für schwerere Arbeiten oder Sport sollten Sie je nach Betätigung und Beschwerden mindestens 3 Monate pausieren.
Wie wird die Narbe gepflegt?
Die Narbe sollte sauber und trocken gehalten werden. Nach dem Fadenzug können spezielle Cremes oder Pflaster helfen, die Heilung zu fördern.
Was geschieht, wenn Komplikationen auftreten?
Wenn starke Schmerzen, Rötungen, Schwellungen oder Bewegungseinschränkungen auftreten, sollten Sie umgehend Ihren Arzt kontaktieren.
Wann findet der nächste Kontrolltermin statt?
Der erste Kontrolltermin findet meist ein bis drei Tage nach der Operation statt, um die Wundheilung und den Behandlungsverlauf zu überprüfen.
Risiken und Einschränkungen
Wie hoch ist das Risiko für Komplikationen?
Das Risiko ist gering, umfasst jedoch in sehr sehr seltenen Fällen mögliche Nervenverletzungen insbesondere (bei welchen es zum Kribbeln der Haut am Kleinfinger und Ringerfer oder auch zur Einschränkung der Beugemuskeln und kleinen Handmuskeln), Infektionen, Reruptur oder gewisse Steifigkeit.
Welche Nebenwirkungen können auftreten?
Vorübergehende Schmerzen, Schwellungen und eine eingeschränkte Beweglichkeit klingt nach kurzer Zeit ab; bleibende Kraftdefizite sind selten bei frühzeitiger Operation.
Ist der Eingriff für jeden geeignet?
Grundsätzlich bei allen Patienten durchführbar. Menschen mit schweren chronischen Erkrankungen sollten den Eingriff jedoch sorgfältig abwägen.
Beeinträchtigt der Eingriff dauerhaft die Beweglichkeit oder Funktion?
In den meisten Fällen wird die Funktion vollständig oder nahezu vollständig wiederhergestellt. Dauerhafte Einschränkungen sind selten und meist auf Komplikationen zurückzuführen.