Bei einer Bänderverletzung am Ellenbogen kann es sich um einfache oder schwere Fälle handeln. Eine präzise Abklärung durch den Arzt is unabdingbar, damit eine korrekte Behandlung durchgeführt werden kann, um das bestmögliche Heilungsergebnis zu erzielen. Sowohl außen am Ellenbogen wie auch innenseitig können Bänder reißen, jedoch kann in manchen Fällen zusätzlich auch noch Knochen an unterschiedlichen Stellen am Ellenbogen wegbrechen. Gelegentlich kann ein Band auch ausleiern, was zu einer Mikroinstabilität führen kann, welche mit Schmerzen vergesellschaftet ist. Das komplexe Thema des Ellenbogens erfordert eine präzise Beurteilung.
Grundsätzlich können bei isolierten Bänderverletzungen insbesondere Teilrisse konservative ohne Operation behandelt werden. Auch komplettrisse können teilweise ohne Operation behandelt werden, es ist jedoch entscheidend, dass das Ellenbogengelenk sich zentriert bewegen lässt und in der Bewegung nicht leichtgradig ausgerenkt und instabil ist.
Je nach Gesamtausmaß der Verletzung und Gelenksinstabilität kann eine solche Verletzung konservativ mittels Ellenbogenorthese und Bewegungsübungen samt Physiotherapie ausheilen. In schweren Fällen ist jedoch eine Operation unabdingbar, um eine Stabilität und Beweglichkeit wieder herzustellen.
Als erfahrene Handchirurgen sind wir darauf spezialisiert, das Ausmaß dieser Verletzung präzise zu diagnostizieren und individuell zu behandeln. Unser Ziel ist es, Ihre Ellenbogenstabilität schnell und nachhaltig wiederherzustellen.

Seitenbandruptur am Ellbogen Symptome, Ursachen, Behandlung
Symptome
Schmerzen, Schwellung, Fehlstellung, Bewegungseinschränkungen, Instabilitäten,
Dislokationstendenz, Durchblutungsstörung, Gefühlstaubheit
Ursachen
Sturz auf den Ellbogen , VAlgusstress (mediales Kollateralband) Bsp.: Wurfbewegungen (Baseball, Handball, Speerwurf). Varusstress: Druck von außen nach innen. Wiederholte Mikrotraumen.
Behandlung
Teilruptur/stabil: konservativ
Instabil/komplett: meist OP
Sportler: eher operative Versorgung
Kurzinfos zum Eingriff
| Dauer | ca. 60 Minuten |
| Narkose | Allgemeinnarkose |
| Erholungszeit | 6-12 Wochen |

Häufige Fragen
Vor dem Eingriff
Wann rät der Arzt zu diesem Eingriff?
Dies ist eine komplizierte Frage – letztendlich benötigt ein instabiles, teilverrenktes Ellenbogengelenk unbedingt eine Operation, während ein stabil bewegliches Gelenk konservativ behandelt werden kann.
Welche Alternativen gibt es zu dieser Operation?
Konservativ wird eine spezielle Ellebogenorthese für bis zu 6 Wochen getragen, wobei in einigen Fällen die Ellenbogenstreckung eingeschränkt wird. Zusätzlich wird Physiotherapie zur Erlangung der Beweglichkeit und dem Kraftaufbau im Verlauf verordnet.
Wie bereite ich mich optimal auf den Eingriff vor?
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die Verletzung, mögliche Vorerkrankungen, Allergien und Medikamente. Zudem sollten Sie sich über den Ablauf des Eingriffs informieren und jemanden für den Transport nach Hause organisieren.
Muss ich vor der Operation Medikamente absetzen?
Blutverdünner (außer beispielsweise Thrombo-Ass) oder anderweitige Medikamente (wie beispielsweise gewisse Rheumamedikamente) müssen häufig vor einer Operation pausiert werden.
Darf ich vor dem Eingriff essen oder trinken?
In der Regel wird der Eingriff in Vollnarkose oder regionaler Betäubung durchgeführt. In beiden Fällen sollten Sie sechs Stunden vorher nichts essen und zwei Stunden vorher nichts trinken.
Welche Untersuchungen sind vorab notwendig?
Es erfolgt eine klinische Untersuchung sowie eine Röntgen, wie auch oftmals eine CT- oder MRT-Abklärung, um das Ausmaß der Verletzung beurteilen zu können und den Eingriff zu planen.
Während des Eingriffs
Was geschieht bei diesem Eingriff genau?
Je nach Verletzungsausmaß werden gewisse Knochenbrüche mittels Metallplatten und Schrauben fixiert. Zudem werden gerissene Bänder am Knochen mittels speziellen Fadenankern oder Nähten, welche durch Knochentunnel gezogen werden, refixiert.
Wie lange dauert der Eingriff?
Je nach Ausmaß der Verletzung dauert der Eingriff 60–120 Minuten.
Welche Betäubungsmethode wird in der Regel angewandt?
Je nach Patientenwunsch kann der Eingriff unter Regionalanästhesie, bei dem nur der ganze Arm schläft, oder Vollnarkose, bei der man ganz schläft, durchgeführt werden.
Wird der Eingriff stationär oder ambulant durchgeführt?
Nach der Operation können Sie in der Regel am gleichen Tag nach einer kurzen Beobachtungszeit wieder nach Hause gehen.
Nach dem Eingriff
Wie lange dauert die Genesung?
Die Knochen- sowie Bandheilung dauert in der Regel 6 Wochen, wobei während dieser Zeit teilweise ein Gips oder eine Ellenbogenorthese getragen werden muss. Erst nach 3 Monaten kann der Arm voll belastet werden. Physiotherapie ist jedoch für mehrere Monate notwendig, da eine solche Ellenbogenverletzung sehr lange braucht, um ein gutes Bewegungsausmaß zu erreichen.
Was muss ich in der ersten Woche nach der Operation beachten?
Die Wunde muss trocken und sauber gehalten werden, um das Risiko einer Infektion zu minimieren. Zudem sollte der Arm samt Ellenbogenorthese in einer Schlinge gelagert und entlastet werden.
Wann kann ich meinen Alltag wieder aufnehmen?
Leichte Tätigkeiten sind nach etwa 6 Wochen möglich. Für schwerere Arbeiten oder Sport sollten Sie je nach Betätigung und Beschwerden mindestens 3 Monate pausieren.
Wie wird die Narbe gepflegt?
Die Narbe sollte sauber und trocken gehalten werden. Nach dem Fadenzug können spezielle Cremes oder Pflaster helfen, die Heilung zu fördern.
Was geschieht, wenn Komplikationen auftreten?
Wenn starke Schmerzen, Rötungen, Schwellungen oder Bewegungseinschränkungen auftreten, sollten Sie umgehend Ihren Arzt kontaktieren.
Wann findet der nächste Kontrolltermin statt?
Der erste Kontrolltermin findet meist ein bis drei Tage nach der Operation statt, um die Wundheilung und den Behandlungsverlauf zu überprüfen.
Risiken und Einschränkungen
Wie hoch ist das Risiko für Komplikationen?
Dies ist vom Ausmaß der Verletzung abhängig. Es können v.a. Nervenverletzungen auftreten, das Gelenk kann teilweise instabil bleiben, häufig ist die Ausheilung jedoch mit einer Bewegungseinschränkung vergesellschaftet. So schaffen es nur wenige Patienten, den Ellenbogen nach der Verletzung wieder komplett auzustrecken und komplett zu beugen.
Welche Nebenwirkungen können auftreten?
Vorübergehende Schmerzen, Schwellungen klingen in der Regel frühzeitig ab. Eine eingeschränkte Beweglichkeit verbessert sich nach intensiver Physiotherapie, jedoch bleibt der Ellenbogen in unterschiedlichem Ausmaß steif. Auch sind gewisse Kraftdefizite nicht auszuschließen.
Ist der Eingriff für jeden geeignet?
Grundsätzlich bei allen Patienten durchführbar. Menschen mit schweren chronischen Erkrankungen sollten den Eingriff jedoch sorgfältig abwägen.
Beeinträchtigt der Eingriff dauerhaft die Beweglichkeit oder Funktion?
In leichteren Fällen wird die Funktion Großteils wieder hergestellt, während schwerer Fälle mit einer vermehrten Funktionseinschränkung rechnen müssen.