Olekranonfraktur

Brüche des ellenbogennahen Endes der Elle (Olekranonfraktur) entstehen meißtens durch einen Sturz samt direkten Anprall und führen zu Schmerzen und einer Streckeinschränkung des Ellenbogens.​

Die Behandlung richtet sich danach, wie der Knochenbruch aussieht und ob er verschoben ist. Grob gesagt können unverschobene Brüche v.a. bei älteren Menschen ohne Operation behandelt werden, wohingegen verschobene Brüche meißtens eine Operation benötigen, um die Knochenstücke wieder an ihre Position zu bringen und diese dann mit Schrauben, Drähten oder Metallplatten zu stabilisieren. a

Als erfahrene Handchirurgen sind wir darauf spezialisiert, das Ausmaß dieses Knochenbruches präzise zu diagnostizieren und individuell zu behandeln. Ob konservative Behandlung oder Operation – unser Ziel ist es, Ihre Ellenbogenfunktion schnell und nachhaltig wiederherzustellen.​

Eine Person in einem weißen Hemd hält ihren rechten Ellbogen, der eine sichtbare Prellung aufweist, die auf eine Olekranonfraktur hindeuten könnte, vor einen einfarbig grauen Hintergrund.





Olekranonfraktur Symptome, Ursachen, Behandlung

Symptome

Schmerzen, Schwellung, Fehlstellung, Bewegungseinschränkungen, Instabilitäten,

Durchblutungsstörung, Gefühlstaubheit, Hämatomverfärbung, Blutung

Ursachen

Sturz auf den Ellbogen

Behandlung

Operativ! Nur in seltenen Fällen kann eine Olekranonfraktur konservativ behandelt werden und dennoch, bei sportlichen Anspruch, zu einem guten funktionellen Ergebnis führen.

Kurzinfos zum Eingriff

Dauerca. 60 Minuten
NarkoseAllgemeinnarkose
Erholungszeit6-12 Wochen
Röntgenbilder eines menschlichen Ellenbogengelenks aus zwei verschiedenen Blickwinkeln, die Knochen und Gelenkstruktur ohne sichtbare Frakturen oder Anzeichen einer Olekranonfraktur zeigen.

Ihre Hände fest im Griff

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Häufige Fragen

Vor dem Eingriff

Wann rät der Arzt zu diesem Eingriff?

Eine Operation ist in der Regel bei einer Verschiebung der Knochenstücke oder bei einer Gelenksinstabilität notwendig.

Welche Alternativen gibt es zu dieser Operation?

Unverschobene oder gering verschobene Brüche mit stabilem Gelenk können konservativ behandelt werden. In der Regel erfolgt eine Gipsruhigstellung bis zu 4 Wochen, bei älteren, eher geriatrischen Menschen ohne relevante Schmerzen kann auch im Einzelfall eine Orthese oder schützender Verband angelegt werden.

Wie bereite ich mich optimal auf den Eingriff vor?

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die Krankheit, mögliche Vorerkrankungen, Allergien und Medikamente. Zudem sollten Sie sich über den Ablauf des Eingriffs informieren und jemanden für den Transport nach Hause organisieren.​

Muss ich vor der Operation Medikamente absetzen?

Blutverdünner (außer beispielsweise Thrombo-Ass) oder anderweitige Medikamente (wie beispielsweise gewisse Rheumamedikamente) müssen häufig vor einer Operation pausiert werden.​

Darf ich vor dem Eingriff essen oder trinken?

In der Regel wird der Eingriff in Vollnarkose oder regionaler Betäubung durchgeführt. In beiden Fällen sollten Sie sechs Stunden vorher nichts essen und zwei Stunden vorher nichts trinken.

Welche Untersuchungen sind vorab notwendig?

Es erfolgt eine klinische Untersuchung sowie eine Röntgen- und CT-Abklärung, um das Ausmaß der Verletzung und Bruchstückverschiebung beurteilen zu können. In gewissen Fällen kann eine MRT-Abklärung sinnvoll sein.

Während des Eingriffs

Was geschieht bei diesem Eingriff genau?

Bei der Operation werden die verschobenen Bruchstücke wieder an ihre ursprüngliche Position gebracht und mittels Schrauben, Drähten oder einer Metallplatte befestigt. Zusätzliche Bandrupturen bedürfen in der Regel einer weiteren Fixierung an den Knochen mittels Fäden oder Knochenankern.

Wie lange dauert der Eingriff?

Der Eingriff dauert normalerweise etwa 60-90 Minuten, je nach Verletzungsform.

Welche Betäubungsmethode wird in der Regel angewandt?

Je nach Patientenwunsch kann der Eingriff unter Regionalanästhesie, bei dem nur der ganze Arm schläft, oder eher Vollnarkose, bei der man ganz schläft, durchgeführt werden.​ Letztere ist zu bevorzugen, da man entweder auf der Seite oder dem Bauch während dem Eingriff liegt, was bei einer Regionalanästhesie eher für den Patienten belastend ist

Wird der Eingriff stationär oder ambulant durchgeführt?

Nach der Operation können Sie in der Regel in der Regel am Folgetag, selten am gleichen Tag nach einer kurzen Beobachtungszeit wieder nach Hause gehen.​

Nach dem Eingriff

Wie lange dauert die Genesung?

Die komplette Heilung dauert etwa 3 Monate. Die ersten 6 Wochen sollte der Ellenbogen geschont und nicht belastet werden. Danach kann man langsam mit dem Kraftaufbau anfangen. Eine gröbere Belastung ist erst nach 3 Monaten erlaubt. Zusätzlich ist Physiotherapie empfohlen, um die Beweglichkeit des Ellenbogens zu erhalten. Im Falle zusätzlicher Bandrisse dauert es länger bis die Beweglichkeit wieder hergestellt ist, wobei oftmals Einschränkungen verbleiben.

Was muss ich in der ersten Woche nach der Operation beachten?

Die Wunde muss trocken und sauber gehalten werden, um das Risiko einer Infektion zu minimieren.​​ Je nach Operationsmöglichkeit und Stabilität der Versorgung kann eine Ellenbogenorthese, ein Gips oder eine Armschlinge erforderlich sein.

Wann kann ich meinen Alltag wieder aufnehmen?

Leichte Tätigkeiten sind nach etwa 6 Wochen möglich. Für schwerere Arbeiten oder Sport sollten Sie je nach Betätigung und Beschwerden etwa 3 Monate pausieren.​

Wie wird die Narbe gepflegt?

Die Narbe sollte sauber und trocken gehalten werden. Nach dem Fadenzug können spezielle Cremes oder Pflaster helfen, die Heilung zu fördern.​

Was geschieht, wenn Komplikationen auftreten?

Wenn starke Schmerzen, Rötungen, Schwellungen oder Bewegungseinschränkungen auftreten, sollten Sie umgehend Ihren Arzt kontaktieren.​

Wann findet der nächste Kontrolltermin statt?

Der erste Kontrolltermin findet meist ein bis drei Tage nach der Operation statt, um die Wundheilung und den Behandlungsverlauf zu überprüfen.​

Risiken und Einschränkungen

Wie hoch ist das Risiko für Komplikationen?

Das Risiko ist gering, umfasst jedoch in erster Linie Einschränkungen der Beweglichkeit (Steifigkeit) sowie mögliche Gelenksabnützungen, welche jedoch eher selten ist und meißtens keine Probleme bereitet. Weiters kann es zu einer Verletzung eines Nerven kommen und daraus resultierender Muskelschwäche. Infektionen, Materialversagen oder Materiallockerungen können auftreten und sind oft auf eine schlechte Knochenqualität oder vorbestehende Krankheiten zurückzuführen. Da der Knochen sich direkt unterhalb der Haut befindet, kann es zu einer Hautirritation und möglichen Wundheilungsstörung oder Hautdurchspießung durch das Material kommen, was wiederum weitere Probleme mit sich ziehen kann.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Vorübergehende Schmerzen und Schwellungen klingen nach kurzer Zeit ab; eine leicht eingeschränkte Beweglichkeit kann verbleiben, größere Kraftdefizite sind sehr.

Ist der Eingriff für jeden geeignet?

Grundsätzlich bei allen Patienten durchführbar. Menschen mit schweren chronischen Erkrankungen sollten den Eingriff jedoch sorgfältig abwägen.​

Beeinträchtigt der Eingriff dauerhaft die Beweglichkeit oder Funktion?

In den meisten Fällen wird die Funktion vollständig oder nahezu vollständig wiederhergestellt. Dauerhafte Einschränkungen sind selten und meist auf Komplikationen zurückzuführen.​

Die Handchirurgen
Iris Kastenberger

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